Institut für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
TH Köln
Ubierring 48, 50678 Köln

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Prof. Dr. Nina Erdmann

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Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit (IRIS)

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Prof. Dr. Karolina Suchowolec

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Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache - soziolinguistische Aspekte

Gastvortrag, 14. Juni 2023

Vortragsreihe Schriftpraktiken Sozialer Arbeit (Bild: TH Köln)

Die fakultätsübergreifende Vortragsreihe „Schriftpraktiken Sozialer Arbeit“ des Instituts für Translation und Mehrsprachige Kommunikation und des Instituts für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit reflektiert die in den Handlungsfeldern kulturell und organisatorisch eingespielten Gepflogenheiten und Routinen des Berichtens durch Soziale Arbeit unter Einbezug der Fachkommunikationsforschung.

Auf einen Blick

Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache - soziolinguistische Aspekte

Gastvortrag

Wann?

  • 14. Juni 2023
  • 15.45 Uhr bis 17.15 Uhr
  • in meinen Kalender übertragen

Wo?

TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48
50678 Köln
Hörsaal 110

Veranstaltungsreihe

Vortragsreihe „Schriftpraktiken Sozialer Arbeit“

ReferentIn

Prof. Dr. Bettina Bock (Universität zu Köln)

Anmeldung

Keine Anmeldung erforderlich

Veranstalter

Das Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK, Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften) und das Institut für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit (IRIS, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften)


Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache - soziolinguistische Aspekte

Während die Verständlichkeitsforschung eine längere Geschichte in der Linguistik hat, ist die Beschäftigung mit den neuren Phänomenen „Leichte“ und „Einfache Sprache“ noch ohne lange Tradition. Zugleich sind die Fragen, die sich in diesem neuen Forschungsfeld stellen, teilweise komplexer: Dies liegt zum einen daran, dass sich „Leichte“ und „Einfache Sprache“ an sehr heterogene Zielgruppen richten, und zum anderen daran, dass die Intention ihrer Anwendung nicht einfach nur darin besteht, Sprache bereichsspezifisch verständlich zu machen, sondern (umfassend) Teilhabe zu ermöglichen und Exklusion zu vermeiden. Mit diesem Selbstverständnis gehen aus linguistischer Sicht nicht nur Fragen der tatsächlichen Einfachheit bzw. Verständlichkeit einher (wie leicht verständlich sind „Leichte“ und „Einfache Sprache“ für ihre Adressat:innen wirklich?), sondern auch soziolinguistische Probleme: Welche sozialsymbolischen Werte und Sprachideologien sind mit „Leichter“ und „Einfacher Sprache“ verknüpft? Welche Inklusions- und Exklusionsproblematiken ergeben sich daraus in der Anwendung? Was sind die Perspektiven und (Sprach-)Einstellungen der Zielgruppen?

Zur Vortragsreihe

In familiengerichtlichen Entscheidungsprozessen sind gutachtliche Stellungnahmen der Fachkräfte Sozialer Arbeit häufig Grundlage für die Arbeit der Richter*innen. In Kindertageseinrichtungen sind Fachkräfte aufgefordert, ihre Beobachtungen in standardisierte Dokumentationen zu überführen. Mit welchen sprachlichen Mitteln und in welchen organisationalen Umständen formulieren Fachkräfte in der Asylberatung eine Härtefalleingabe gegen eine Abschiebung?

Schriftpraktiken Sozialer Arbeit zeigen gewisse Verbindlichkeiten und unterliegen doch vielfältig der Ausgestaltung der im Feld beruflich tätigen Menschen. In verschiedenen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit werden komplexe Schriftstücke und Dokumentationen verfasst, in denen soziale Veränderungsprozesse, Problemlagen und Bedarfe von Nutzenden Sozialer Arbeit oder strukturelle Veränderungsbedarfe in Sozialräumen und für spezifische Lebenslagen formuliert werden. Gleichzeitig ist Soziale Arbeit hinsichtlich ihrer Fachkommunikation in der fallbezogenen Arbeit herausgefordert, Begriffe und Kommunikationsformen zu entwickeln, die gleichermaßen von Adressat*innen verstanden werden wie auch anderen Professionen die spezifische Sicht Sozialer Arbeit sichtbar machen.

Die linguistische Fachkommunikationsforschung beschäftigt sich mit verschiedenen Akteur*innen und verschiedenen Formen des Kommunizierens im Fach und stellt linguistische Konzepte und Methoden zur Erfassung, Deutung und zur angemessenen Gestaltung fachkommunikativen Handelns zur Verfügung. Für die Schriftpraktiken Sozialer Arbeit können die fachkommunikationswissenschaftlichen Erkenntnisse eine weitere Diskussions- und Interpretationsebene einbringen.

Die fakultätsübergreifende Vortragsreihe „Schriftpraktiken Sozialer Arbeit“ des Instituts für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit (IRIS, F01) und des Instituts für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK, F03) reflektiert die in den Handlungsfeldern kulturell und organisatorisch eingespielten Gepflogenheiten und Routinen des Berichtens durch Soziale Arbeit und befasst sich mit der Frage, wie die Fachkommunikationsforschung zum besseren Verständnis und zur Weiterentwicklung der Schriftpraktiken Sozialer Arbeit beitragen kann.

Institut für die Wissenschaft der Sozialen Arbeit

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TH Köln
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